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		<title>Fortschrittforum - Wie wollen wir leben?</title>
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			<title>Fortschrittforum - Wie wollen wir leben?</title>
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		<lastBuildDate>Fri, 08 Jun 2012 10:30:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Transformationskongress 2012 </title>
			<link>http://www.fortschrittsforum.de/index.php?id=35&#38;L=&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=165&#38;cHash=afff61ce9cdc4a600f5c32873a567c7b</link>
			<description>Transformationskongress des DGB, des Deutschen Naturschutzrings und den Einrichtungen der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am 8. und 9. Juni 2012 veranstalten der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Deutsche Naturschutzring und Einrichtungen der Evangelischen Kirche in Deutschland einen Kongress zu den politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen unserer Zeit.
Programm und Anmeldung:&nbsp;<link http://transformationskongress.de/>http://transformationskongress.de/</link>&nbsp;]]></content:encoded>
			<category>Veranstaltungen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 08 Jun 2012 10:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Nachhaltigkeit re-loaded? Auf dem Weg zum Rio+20-Gipfel</title>
			<link>http://www.fortschrittsforum.de/index.php?id=35&#38;L=&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=178&#38;cHash=bb7cdb3c4a148933ee5c2a9918ff8495</link>
			<description>Sigmar Gabriel diskutiert u.a. mit Vandana Shiva und Chico Whitaker. </description>
			<content:encoded><![CDATA[20 Jahre nach dem Earth Summit in Rio de Janeiro blickt die Welt erneut nach Brasilien, wo auf dem UN-Gipfel für Nachhaltige Entwicklung vom 20.-22. Juni
2012 Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft über die Zukunft von 7 Milliarden Erdenbürgern verhandeln. Mit Spannung wird erwartet, ob Rio+20 die Interessenskonflikte der globalen Akteure zu lösen vermag und der Weiterentwicklung der Debatte um Nachhaltigkeit in den letzten 20 Jahren Rechnung trägt. 
Mit der Diskussionsveranstaltung &quot;Nachhaltigkeit re-loaded? Auf dem Weg zum&nbsp;Rio+20-Gipfel&quot;&nbsp; möchte die Friedrich-Ebert-Stiftung genau dieser Frage&nbsp;nachgehen. Gemeinsam mit Vandana Shiva und Chico Whitaker, Träger des Alternativen Nobelpreises &quot;Right Livelihood Award&quot; und VertreterInnen von Gewerkschaften, Unternehmen und Zivilgesellschaft diskutiert der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, was Nachhaltigkeit bedeutet und welchen Beitrag Deutschland und Europa zum Erfolg des Gipfels in Rio leisten können.
Gemeinsam mit oxfam lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung hierfür am 5. Juni&nbsp;2012 von 18.30-20.30 Uhr in die Kalkscheune in Berlin-Mitte ein. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich den Termin bereits jetzt vormerken könnten. Eine offizielle Einladung werden wir Ihnen im Vorfeld der Veranstaltung zukommen lassen.
Anmeldungen nehmen wir bereits jetzt unter globalization@fes.de entgegen.]]></content:encoded>
			<category>Veranstaltungen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 18:30:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Wege in eine inklusive Arbeitsgesellschaft</title>
			<link>http://www.fortschrittsforum.de/index.php?id=35&#38;L=&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=179&#38;cHash=75cb69bea82173ef525fd8d2c6ffc313</link>
			<description>Dialogforum der Heinrich-Böll-Stiftung </description>
			<content:encoded><![CDATA[Im vergangenen Jahr sank die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit zwanzig Jahren. Gleichzeitig ist die Arbeitsgesellschaft exklusiv wie nie: Formen atypischer Beschäftigung boomen. Viele Menschen arbeiten zu Löhnen, von denen sie nicht leben können. Und während in etlichen Branchen Fachkräfte händeringend gesucht werden, wächst die Zahl derjenigen, die keine Chance haben, dauerhaft auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Vor diesem Hintergrund stellt die Expertenkommission Soziale Innovation der Heinrich-Böll-Stiftung ihren Bericht &quot;Wege in eine inklusive Arbeitsgesellschaft&quot; zur Diskussion: Wie ist eine Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu gestalten, die allen Erwerbsfähigen gesellschaftliche Teilhabe durch Erwerbsarbeit ermöglicht?&nbsp;
Anmeldung: <link oekologie@boell.de>oekologie@boell.de</link>, Eintritt frei
Informationen: Ute Brümmer, T 030.285 34-237, bruemmer@boell.de <link http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=11340>http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=11340</link>&nbsp;]]></content:encoded>
			<category>Veranstaltungen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 29 May 2012 18:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Immer mehr ist nicht genug</title>
			<link>http://www.fortschrittsforum.de/index.php?id=35&#38;L=&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=177&#38;cHash=68e529a05e1ec494a5035dc7467dff89</link>
			<description>Petra Pinzler diskutiert in der Urania. </description>
			<content:encoded><![CDATA[Was macht Sie glücklich? Die Wirtschaftspolitiker glauben, dass Ihr Wohlbefinden am Wirtschaftswachstum hängt. Dabei belegt die Forschung: Mehr Wachstum macht das Leben der Bürger nicht automatisch besser. Manchmal stimmt sogar das Gegenteil. Viel entscheidender ist das Gefühl, dazu zu gehören, gesund zu sein und Zeit für sich und die Familie zu haben. Diskutieren Sie mit Petra Pinzler, wie die Politik den echten Wohlstand mehren sollte - und warum uns weniger Konsum tatsächlich glücklicher macht.
<link http://www.urania.de/programm/2012/l344/ _blank external-link-new-window "Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster">Info und Tickets.&nbsp;</link>]]></content:encoded>
			<category>Veranstaltungen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 24 May 2012 19:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wohlstand und Fortschritt durch Bildung?</title>
			<link>http://www.fortschrittsforum.de/index.php?id=35&#38;L=&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=173&#38;cHash=a324f82952bc3127bf3393b445a3b578</link>
			<description>Kamingespräch mit Daniela Kolbe und Gert Wagner </description>
			<content:encoded><![CDATA[Mittwoch, 23. Mai 2012, 19.00 bis 20.30 Uhr<br />Raum 1.04, Haus 2 (Hiroshimastraße 28)<br />Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin

Programm
<br />19.00 Uhr Begrüßung und Einführung durch Angelika Gifford, Sprecherin der Gruppe „Bildung und Modernisierung“ des Fortschrittsforums
<br />19.10 Uhr Impuls von Daniela Kolbe, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Enquete „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestages: Stand der Diskussion zur Indi-katorenbildung in der Enquete
19.20 Uhr Kommentar zum Impuls, anschließend Gespräch mit Prof. Dr. Gert Wagner, Vorstandsvor-sitzender des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“
20.30 Uhr Ende der Veranstaltung und Gespräche im kleinen Kreis bei einem Imbiss
Moderation: Angelika Gifford
Verantwortlich: Severin Schmidt (Severin.Schmidt@fes.de , Tel.: 0228-8838309)<br />Organisation: Dominique Eichhorn (Dominique.Eichhorn@fes.de , Tel.: 0228-8838311)
Wir bitten um Anmeldung zu dieser Veranstaltung bis zum 15. Mai 2012.<br />Bitte Anmeldungen per Telefon (0228-8838311) oder E-Mail <link Bildung-und-Modernisierung@fes.de>Bildung-und-Modernisierung@fes.de</link>

Weitere Informationen entnehmen Sie dem <link fileadmin/docs/Kamingespraech_235_Berlin_Programmentwurf.pdf - download "Startet den Datei-Download">Einladungsflyer.</link>]]></content:encoded>
			<category>Veranstaltungen</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 23 May 2012 19:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Was bedeutet globale Gerechtigkeit heute?</title>
			<link>http://www.fortschrittsforum.de/index.php?id=35&#38;L=&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=176&#38;cHash=e6674c668852ed64ceb75f8ea2a40cf4</link>
			<description>Prof. Dr. Thomas Pogge spricht in der Urania. </description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Weltbank meldet spektakuläre Erfolge von der Armutsfront. Aber die Anzahl chronisch unterernährter Menschen erreicht neue Höchststände. Rund ein Drittel aller Menschen sterben an armutsbedingten Ursachen, und der Anteil des ärmsten Viertels der Menschheit am globalen Haushaltseinkommen hat sich noch einmal reduziert - auf 0,78 %! Um dieses massive Armutsproblem zu beseitigen, müssen wir sowohl seine wahren Ausmaße und Ursachen begreifen als auch wichtige Strukturreformen auf nationaler und supranationaler Ebene durchsetzen. Diskutieren Sie mit Prof. Pogge, was globale Gerechtigkeit heute bedeutet, und wie sie erreicht werden könnte!
<link http://www.urania.de/programm/2012/l235/ _blank external-link-new-window "Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster">Info und Tickets.&nbsp;</link>]]></content:encoded>
			<category>Veranstaltungen</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 19:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zur Lage der Welt 2012</title>
			<link>http://www.fortschrittsforum.de/index.php?id=35&#38;L=&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=171&#38;cHash=2a1a1317889a610f2948d3702b35d339</link>
			<description>Buchvorstellung des Worldwatch Institutes </description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="eventTitle" class="event-detail-first-head summary">&quot;Lage der Welt 2012&quot; - Präsentation des Berichtes</div>
<div id="eventSubtitle" class="event-detail-second-head subtitle">Buchvorstellung und Podiumsdiskussion in der Heinrich-Böll-Stiftung</div>
 <b></b>
<b>Mit:</b><br /><b>Michael Renner</b> (Senior Researcher, Worldwatch Institute, Washington D.C., USA) <br /><b>Martin Oldeland</b> (Mitglied des Vorstandes, B.A.U.M. e.V., Hamburg, Deutschland) <br /><b>Barbara Unmüßig</b> (Vorstand, Heinrich Böll Stiftung, Berlin, Deutschland) <br /><b>Klaus Milke</b> (Vorstandsvorsitzender, Germanwatch, Hamburg, Deutschland) <br /><br /><b>Moderation:</b><br /><b>Ralf Fücks</b> (Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, Deutschland)<b></b>
Mehr Informationen finden Sie <link http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=11182 - external-link-new-window "Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster">hier</link>. ]]></content:encoded>
			<category>Veranstaltungen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 19:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Frauen und Familien in Niedersachsen.</title>
			<link>http://www.fortschrittsforum.de/index.php?id=35&#38;L=&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=180&#38;cHash=98470ebd98c69837c66d63584b81b11e</link>
			<description>Podiumsdiskussion des Fortschrittsforums</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wie wollen wir leben? Frauen und Familien in Niedersachsen.Ein neues Leitbild für gesellschaftlichen und sozialen Fortschritt</h4>
&quot;Fortschritt ist Zukunft&quot;, Jahrzehnte galt dies als Leitspruch der Moderne. Doch in Zeiten gesellschaftspolitischer undökonomischer Umwälzungsprozesse, wirtschaftlicher Krisen und wachsender Ungleichheit stellt sich die Frage, welche Art von Fortschrittwir künftig wollen? Die Diskussion um ein nachhaltiges soziales Fortschrittsmodell beschäftigt nicht nur die Enquete-Kommission desDeutschen Bundestags zu &quot;Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität&quot;. Auch das Fortschrittsforum von Friedrich-Ebert-Stiftung, Hans-Böckler-Stiftung, Otto-Brenner-Stiftung und Progressivem Zentrum widmet sich der Frage: &quot;Wie wollen wir leben?&quot;. Strukturiert nach den drei Themenfeldern &quot;Wirtschaft und Wachstum&quot;, &quot;Bildung und Modernisierung&quot; sowie &quot;Leben und Arbeit&quot; wollen wir versuchen, einen gesellschaftspolitischen Dialog zu initiieren.
Beginnen möchten wir unsere Diskussion mit der Frage nach den aktuellen Herausforderungen einer modernen Gleichstellungs- undFamilienpolitik für Niedersachsen. Dies schließt Themen ein wie die Debatte um das Leitbild der Geschlechtergerechtigkeit, die Vereinbarkeitvon Familie und Beruf, die zunehmende Prekarisierung von Arbeit, die Gender Gap Diskussion sowie die Frauenquote etc.
Mit diesem Fortschrittsforum möchten wir die Gleichstellungs- und Familienpolitik in Niedersachsen auf den Prüfstand stellen sowie Perspektivenund Chancen für eine zukunftsorientierte Politik in Niedersachsen eröffnen. Wie wollen wir leben? Wir freuen uns auf Ihre Antworten,Anregungen und Ideen und laden Sie herzlich zu dieser Podiumsdiskussion ein.
<link fileadmin/docs/Fortschrittsforum_Niedersachsen_Einladung.pdf - download "Startet den Datei-Download">Flyer mit ausführlichen Informationen zur Veranstaltung</link>
<link fileadmin/docs/Fortschrittsforum_Niedersachsen_Antwortkarte.pdf - download "Startet den Datei-Download">Antwortkarte&nbsp;</link>- Anmeldungen bitte an&nbsp;<link Niedersachsen@fes.de>Niedersachsen@fes.de</link>&nbsp;]]></content:encoded>
			<category>Veranstaltungen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 18:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Call for Papers </title>
			<link>http://www.fortschrittsforum.de/index.php?id=35&#38;L=&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=111&#38;cHash=ba1e472472fb80bf36dc5cd78c3787e4</link>
			<description>Perspektiven für wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt. </description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Demographie und Wachstum in Deutschland – Probleme und Strategien.</h4>
Mit den bisherigen wirtschaftspolitischen Vorstellungen und Empfehlungen können diese Fragen nur begrenzt beantwortet werden. Gefragt sind neue, innovative Ideen und Ansätze. Gemeinsam mit Ihnen will sich das Fortschrittsforum folgenden Fragen nähern:
<ol><li><p>Demographisch bedingte Schrumpfung als Krise</p></li><li><p>Demographisch bedingte Schrumpfung als Chance</p></li><li><p>Schrumpfung der Bevölkerung Deutschlands angesichts wachsender Weltbevölkerung</p></li></ol>
Hier gibt es den <link fileadmin/docs/CallforPapers2012.pdf - download "Startet den Datei-Download">Call for Papers</link>. Abstracts (max. 2.500 Zeichen ink. Leerzeichen) bitte bis zum 15. Mai 2012 an <link wiso@fes.de>wiso@fes.de</link> ]]></content:encoded>
			<category>Veranstaltungen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 15:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wachstum nach dem Finanzkapitalismus?</title>
			<link>http://www.fortschrittsforum.de/index.php?id=35&#38;L=&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=183&#38;cHash=6121570578febee3755dbc13b1484dd9</link>
			<description>Bisher wurde Wachstum meist über Schulden finanziert. Diese Zeiten sollen jetzt vorbei sein. Unklar...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Nur mit Wachstum, so heißt es von allen Seiten, kann die Schulden- und Fiskalkrise überwunden werden. Doch über nichts sind die &quot;Experten&quot; so uneins wie darüber, wo Wachstum herkommen soll. Seit den siebziger Jahren sind die Wachstumsraten in den reichen Industrieländern mehr oder weniger stetig zurückgegangen; dieser Trend müsste umgekehrt werden. In den Neunzigern sah es eine Zeitlang so aus, als könne dies gelingen; aber was damals vor allem wuchs, waren der Finanzsektor und die Verschuldung der privaten Haushalte. Von 1999 an war es dann eine nie dagewesene Geldschwemme, die zur Blasenbildung insbesondere bei Immobilien führte. In den neun Jahren bis 2008 stieg die Geldmenge im Euroraum um 110 Prozent, das Sozialprodukt (Inflationsbereinigt) aber nur um 50 Prozent; in den USA waren die Zahlen noch dramatischer. Dann kam der Crash.
Nichts scheint heute so dringlich wie die Beendigung dessen, was Ralf Dahrendorf in einem seiner letzten Aufsätze als &quot;Pumpkapitalismus&quot; bezeichnet hat. Dazu bedarf es einer Regulierung der Finanzmärkte, die die Möglichkeit der Banken beschränkt, Kredite zu vergeben, etwa durch drastische Erhöhungen der Eigenkapitalquote. Zugleich müssen Kreditnehmer daran gehindert werden, zu viele Schulden zu machen, damit das Vertrauen in deren Abzahlung nicht ein weiteres Mal implodieren kann. Die &quot;Schuldenbremsen&quot;, die nun überall in Europa eingeführt werden sollen, sollen dies auch für die öffentliche Verschuldung durchsetzen. Kann es aber in reifen Industriegesellschaften höheres Wachstum überhaupt geben, vor allem, wenn die Geld- und Kreditproduktion auf ein nachhaltiges Niveau zurückgeführt werden muss? Die letzten anderthalb Jahrzehnte lassen daran Zweifel aufkommen.
<h4>Wachstum durch Sparen?</h4>
Auch auf kürzere Sicht sind die Wachstumsaussichten alles andere als gewiss. Keiner weiß wirklich, wie insbesondere in den Krisenländern des Mittelmeerraums neues Wachstum zustande kommen soll. Die einen setzen auf Austerität: die Konsolidierung der Staatsfinanzen, unter anderem durch Entlassung von Staatsangestellten, Senkung der Löhne, &quot;Reformen&quot; der Sozialsysteme, allgemeine Deregulierung - die übliche neoliberale &quot;Angebotspolitik&quot;, die möglichen Investoren Vertrauen einflößen will. Aber woher soll dann die Nachfrage kommen, ohne die jedes Angebot ins Leere geht? Die andern fordern &quot;Wachstumsimpulse&quot; zusätzlich zu den Sparmaßnahmen; die Rede ist von einem &quot;Marshall-Plan&quot; oder Ausbildungsprogrammen für arbeitslose Jugendliche. Wie schnell wirken die, wenn überhaupt? Der Aufbau von Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen von außen in Infrastruktur und Ausbildung ist teuer und dauert lange; im Osten Deutschlands war er in zwei Jahrzehnten nur begrenzt erfolgreich, im italienischen Süden in sechs Jahrzehnten so gut wie gar nicht.
Nicht alle Länder sind gleich gut in der Lage, aus der Schuldenkrise &quot;herauszuwachsen&quot;. Deutschland könnte sich, wenn die Nachfrage der Chinesen und Amerikaner nach Audis und BMWs lange genug anhält (und wohl auch nur dann), vielleicht tatsächlich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen. Bei Griechenland, Spanien und Portugal dagegen, und in Zukunft, wenn sie einmal der EU beigetreten sein werden, bei Albanien, dem Kosovo, Bosnien und Serbien, müsste man fragen, in welchen Sektoren diese Länder überhaupt wettbewerbsfähig werden könnten, zumal in einer Währungsunion, die ihnen eine Abwertung verbietet. Wo soll Industriepolitik, wenn es sie jenseits neoliberaler Deregulierung überhaupt geben soll, in diesen Ländern ansetzen, auch in Anbetracht der Wachstumsreserven in Exportländern wie Deutschland? Tourismus und Sonnenenergie - wird gewöhnlich entgegnet. Würde das reichen, in Konkurrenz mit der Türkei, Tunesien, Marokko, um Hilfszahlungen von Norden nach Süden unnötig zu machen bzw. Forderungen nach ihnen verstummen zu lassen?
Hinzu kommen grundsätzlichere Fragen, die sich heute selbst Ökonomen aufdrängen. Was meinen wir, wenn wir von Wachstum sprechen? Ist Wirtschaftswachstum nur dann vorhanden, wenn wir Wirtschaft mit Geldwirtschaft gleichsetzen? Nur wo für etwas gezahlt wird, erscheint es im Kontensystem der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Die Wirtschaft wächst, wenn mehr Kinder in der Kita aufgezogen werden, weil Gebühren, Löhne und Steuern anfallen; sie wächst nicht oder schrumpft, wenn mehr Kinder in der Familie betreut werden. Sie wächst, wenn wir eine Tiefkühlpizza in den Ofen schieben statt den Pizzateig selber zu kneten, und sie wächst nicht, wenn wir uns entscheiden, weniger Geld zu verdienen, um uns mehr um Familie, Freunde und Nachbarn zu kümmern. Wenn wir dem Nachbarn den Rasen mähen und er uns dafür Äpfel von seinem Baum pflücken lässt, entsteht kein Wachstum; wenn der Nachbar einen Gärtner beschäftigt und wir unsere Äpfel im Supermarkt kaufen, entsteht Wachstum. Ob das Selbstgemachte oder geldlos Getauschte besser oder schlechter ist als das Ge- oder Verkaufte, spielt in den Konten, mit denen wir unsere Wirtschaftsleistung messen, keine Rolle.
<h4>Geld und Wachstum</h4>
Wachstum, landläufig definiert, ist zu einem guten Teil nichts anderes als Umwandlung nichtmonetärer in monetäre Transaktionen. Das kann, muss aber nicht unbedingt wohlfahrtsteigernd sein. Oft ist es ja gerade das Unbezahlbare und Unbezahlte, das Menschen glücklich macht; und wie eine moderne Geldwirtschaft sich verselbständigen und dabei für die Gesellschaft hoch riskant werden kann, erleben wir momentan. Hier setzt denn auch das gestiegene Interesse an neuen, alternativen Geldkonzepten an, ebenso wie eine neue oder erneuerte Wachstumskritik. Tatsächlich ziehen alle Gesellschaften der Kommerzialisierung Grenzen, indem sie Güter und Dienste identifizieren, die nicht gegen Geld gehandelt werden dürfen. Viel spricht dafür, dass die Festsetzung solcher Grenzen umso wichtiger wird, je höher entwickelt eine Geld- und Marktwirtschaft ist; man erinnere sich an die gewerkschaftlichen Forderungen der 1980er Jahre nach der 35-Stunden-Woche, zur Wiedergewinnung &quot;freier&quot;, nicht verkaufter und entlohnter Zeit.
&quot;Gut&quot; ist Wachstum allerdings fast immer für Staat und Unternehmen: für den ersteren, weil er nur monetarisierte Leistungen besteuern kann, und für die letzteren, weil Mehrwert und Gewinn nur erzielbar sind, wenn Geld im Spiel ist (Marx: G→W→G'). Dann ist es auch egal, ob das &quot;Sozialprodukt&quot; durch kostspieligere Reparaturen von Unfallautos steigt, durch steigende Umsätze privater Sicherheitsdienste als Folge steigender Kriminalität, durch eingebauten Verschleiß in Waschmaschinen oder durch Energieverschwendung. Auch Gewerkschaften, die sich um die Finanzierung sozialer Sicherungssysteme sorgen müssen, können vergessen, dass weniger Wachstum nicht notwendig weniger gesellschaftlichen Nutzen bedeuten muss. Dann werden sie beispielsweise in Einheitsfront mit den Arbeitgebern eine Steigerung der Erwerbsquote um jeden Preis und geradezu um ihrer selbst willen betreiben (Mütter mit Kleinkindern!) oder beispielsweise fordern, dass Nachbarschaftshilfe als Schwarzarbeit bekämpft wird. Probleme wie diese sind Ausgangspunkte der immer populärer werdenden Kritik der neuen Wohlfahrts- oder &quot;Glücks&quot;-Ökonomie an der in den Nachkriegsjahren etablierten Art der Messung des Sozialprodukts und seines Wachstums.
Ein zweiter Ansatz der neuen Wachstumskritik geht von dem Umstand aus, dass, kurz formuliert, die Wachstumsrate einer Volkswirtschaft nicht dasselbe ist wie ihr Zuwachs. Ein Sozialprodukt von 100 Euro nimmt bei einer Wachstumsrate von drei Prozent im Jahr um drei Euro zu; geht das Wachstum aber auf dem demselben Niveau weiter, beträgt der Zuwachs 20 Jahre später wegen des Zinseszinseffekts fast das Doppelte: 5,30 Euro, und bei vier Prozent mehr als das Doppelte: 8,43 Euro. Bei konstanten Wachstumsraten wächst der absolute Zuwachs exponentiell - was die Frage aufwirft, wie lange so etwas eigentlich weitergehen kann. Gibt es Grenzen des Wachstums - in der Ressourcenausstattung unseres Planeten oder der Marktfähigkeit des Menschen? Von solchen war und ist immer wieder die Rede, und vielleicht geht das langfristige Sinken der Wachstumsraten seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ja schon auf sie zurück. Möglicherweise würde es ja auch reichen, wenn wir jedes Jahr denselben absoluten Zuwachs hätten, bei dann sinkenden Wachstumsraten. Allerdings löst schon der bloße Gedanke daran Angst und Schrecken aus: bei profitsuchenden Unternehmen, bei Regierungen, die ihre Haushalte sanieren und Verteilungskonflikte bewältigen wollen, und bei Sozialversicherungsanstalten aller Art.
<h4>Die Grenzen des Wachstumsmodells</h4>
Noch radikaler ist der Gedanke, dass wir vielleicht überhaupt kein Wachstum mehr brauchen. Die ökonomische Standardtheorie unterstellt, dass die Bedürfnisse des Menschen als Konsumenten nach oben unendlich sind. Aber wenn man sieht, wie viel Aufwand heute betrieben werden muss, um neue Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zu erzeugen - durch eine immer raschere &quot;Produktinnovation&quot; und kostspieligere Werbung - dann können einem Zweifel kommen. Die Furcht, dass die Märkte der reichen Gesellschaften sich eines Tages als gesättigt herausstellen könnten, sitzt jedenfalls tief - und ebenso die Ängste, die sich mit der immer weiter um sich greifenden Erkenntnis verbinden, dass eine Ausdehnung der in Westeuropa und den USA geltenden Konsumnormen auf die gesamte Weltbevölkerung schon wegen der Endlichkeit der Natur völlig ausgeschlossen ist.
Andererseits: was soll man aus dem Umstand machen, dass frühere Vorhersagen von Marktsättigung und Wachstumsende sich nicht bewahrheitet haben? Nach den beiden Ölkrisen gab es eine weitverbreitete Endzeitstimmung. Dann aber begann die mikroelektronische Revolution, die alle damals bekannten Maschinen und Gebrauchsgüter entwertete und einen völlig unvorhergesehenen, gigantischen Nachfrageschub in Gang setzte. Ihr folgte die Revolutionierung der Finanzmärkte, die die nächste Nachfragewelle durch die reichen Gesellschaften des Westens schwappen ließ. Heute gibt es die - bis jetzt - explosiv wachsende Konsumgesellschaft Chinas. Mit Artikel 3 des Rheinischen Grundgesetzes könnte man versucht sein zu sagen: &quot;Et hät noch emmer joot jejange&quot;. Aber muss man nicht fürchten, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es auch weiterhin gut geht, in dem Maße abnimmt, wie man sich darauf verlässt?
Vielen kommen heute jene Stimmen immer vernünftiger vor, die nach Entschleunigung, Null- oder gar Minus-Wachstum rufen und uns eine Lebensweise mit mehr Bescheidenheit und weniger Zeit-, Material- und Gesellschaftsverbrauch nahelegen - einschließlich einer neuen Konsumkultur, mit der wir uns auf andere, weniger materialistische Formen des Wohlstands hin um freuen würden, auf Ferien zuhause oder am Steinhuder Meer statt auf Mallorca. Führt man sich dann allerdings die unglaublich gestiegene Unbescheidenheit am oberen Rand der Gesellschaft und die geradezu obszön gewachsene soziale Ungleichheit vor Augen, muss einem dies sofort völlig unrealistisch und geradezu naiv erscheinen. Wieso soll sich ein Automobilarbeiter mit weniger zufrieden geben, wenn sein oberster Chef gerade ein Jahresgehalt von 17 Millionen Euro eingesackt hat? Da wird Wachstum dann wieder mindestens zur Verhinderung von Verteilungskämpfen unentbehrlich - was freilich nicht heißt, dass es Wachstum auch dann noch geben wird, wenn das Doping der kapitalistischen Wirtschaft mit synthetischem Geld bis auf weiteres nicht mehr möglich ist.
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Dieser Artikel ist zuerst erschienen in: <link http://www.gegenblende.de/15-2012/++co++2ba0ea7c-985b-11e1-7c94-52540066f352 _blank external-link-new-window "Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster">Gegenblende, Mai/Juni 2012</link>]]></content:encoded>
			<category>Wirtschaft &amp; Wachstum</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 12:56:00 +0200</pubDate>
			
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