01.11.2012, 17:00 Uhr

Work-Life-Balance:Nur ein Schlagwort oder schon Programm?

Podiumsdiskussion des Fortschrittsforums in Hannover.


Die betriebliche Praxis auf dem Prüfstand. Neue Leitbilder in der Arbeitswelt für sozialen und gesellschaftlichen Fortschritt. 

Die Frage danach, wie wir zukünftig leben wollen, lässt sich kaum von der Frage danach, wie wir zukünftig arbeiten werden, trennen. Inder Arbeitswelt entstehen für ArbeitnehmerInnen und die Gesellschaft zahlreiche neue Herausforderungen: Mobilität, Flexibilität und unbedingteLeistungsbereitschaft sind Schlagworte, die das heutige Berufsleben beherrschen. Möglichkeiten, um diese Entwicklung aktiv zugestalten, sollen beim Fortschrittsforum im Themenbereich "Arbeit und Leben" diskutiert werden.

Die Arbeitszufriedenheit hat für unsere Lebensqualität eine elementare Bedeutung. Viele Menschen verbringen die meisten Stunden desTages an ihrem Arbeitsplatz. Längst wird deshalb ein sinnstiftender Anspruch an die Erwerbsarbeit gestellt. Eine ausgewogene "Work-Life-Balance" ist angesichts zahlreicher Entgrenzungsprozesse zwischen Berufs- und Privatleben oft schwer zu realisieren. Hiersetzt nicht selten eine Gratwanderung zwischen Selbstverwirklichung und Selbstausbeutung am Arbeitsplatz ein.

Visionen und Ideen zu neuen Leitbildern für die Berufstätigkeit sind zahlreich. Betriebsräte plädieren für Konzepte wiefl exible Arbeitszeitmodelle und "Quiet Time" für Smartphones, die ein qualitatives Wachstum jenseits von exzessivenÜberstunden und veralteten Rollenbildern realisieren wollen. Gesellschaftspolitisches Ziel muss es sein, dass für alleArbeitnehmerInnen noch möglichst viel gesunde und hochwertige Lebenszeit in der "Dritten Lebensphase" zur Ver -fügung steht.

Fragen nach Gestaltungsspielräumen und Handlungsalternativen auf betrieblicher, gesellschaftspolitischer sowie eigenverantwortlicherEbene wollen wir gerne zusammen mit unseren ExpertInnen auf dem Podium und mit Ihnen diskutieren.

Begrüßung

Petra Wilke, Leiterin des Landesbüros Niedersachsen

Impulsreferat: "Work-Life-Balance" oder "Work-Family-Confl ict"?:Familienfreundlichkeit zwischen betrieblichen Angeboten und gelebter Unternehmenskultur

Prof. Dr. Ute Klammer, Prorektorin für Diversity Management an der Universität Duisburg-EssenVorsitzende der Sachverständigenkommission zum Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung

Podiumsgespräch

Frank Michael Hell, Betriebsratsvorsitzender der Hauptverwaltung Continental AG, HannoverSprecher der hannoverschen Betriebsräte der Continental AG

Prof. Dr. Ute Klammer

Walter Kloß, Betriebsratsvorsitzender der Post AG, HannoverGünther Siebels-Harms, Berater für betriebliches Gesundheitsmanagement im AOK-Institut fürGesundheitsconsulting, Hannover

Uwe Steinwedel, Betriebsrat Volkswagen Nutzfahrzeuge, Hannover

Moderation

Edelgard Bulmahn, MdB, Bundesministerin a.D. Sprecherin der AG "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" der SPD-Bundestagsfraktion

19.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.





Machen Sie mit!

Finden Sie, wir denken nicht weit genug? Haben sie Kritik oder eigene Ideen?  Schreiben Sie uns!

Diskutieren Sie mit!

Sie können alle Texte kommentieren. Loggen Sie sich dafür ein und werden Sie Teil des Fortschrittsforums. 

So will ich leben!

Empfehlen Sie besonders interessante Artikel, indem Sie auf den Button „So will ich leben!“ klicken. Auf diese Weise entsteht eine gemeinsame Antwort auf die Frage „Wie wollen wir leben?“