22.02.2013, 12:35 Uhr

Was bedeuten „Arbeit“ und „Zeit“ für eine solidarische Gesellschaft?

Impulse des Denkens von Eugen Rosenstock-Huessy und Ernst Bloch vom 22. bis 23. Februar 2013 in der evangelische Akademie Bad Boll.


Für ein solidarisches Miteinander in einer offenen modernen Gesellschaft brauchen wir gemeinsame Zeiten, die wir mit anderen teilen und auch Zugang zu Arbeit, die uns erfüllt und uns Identität gibt.

Was für gesellschaftliche Folgen treten aber auf, wenn sich der Charakter von Arbeit und der Verlauf von Erwerbsbiographien grundlegend ändern, wenn die gemeinsamen Zeiten immer mehr in zersplitterte individuelle Einzelzeiten zerfallen? Wie wirken sich technologischer Wandel und zeitliche Verdichtung auf den Einzelnen aus? Wie unterscheidet sich das Zeitempfinden in verschiedenen Kulturen? Wie gehen wir mit Ungleichzeitigkeiten um?

Mit der Tagung soll Zeit zum Nachdenken geben werden. Wir wollen verstehen, was sich ändert, wer etwas ändert und wie wir gemeinsam etwas verändern können in Gesellschaft und Arbeitswelt.

Um Impulse für die Zukunft zu erhalten, lassen wir uns von zwei ungleichen Denkern inspirieren: vom Zeitforscher und Soziologen Eugen Rosenstock-Huessy (1888-1973) und vom Philosophen Ernst Bloch (1885-1977).

"In ein einziges Menschenleben werden heute die Wechsel von drei und vier Generationen alter Zeit hineingepresst. Diese Vervielfältigung der Lagen macht jede Lage heute zu etwas anderem als früher." (Eugen Rosenstock-Huessy, Im Kreuz der Wirklichkeit)

"Nicht alle sind im selben Jetzt da, sie sind es nur äußerlich dadurch, dass sie heute zu sehen sind, dadurch aber leben sie nicht mit den anderen zugleich. Sie tragen vielmehr Früheres mit, das mischt sich ein." (Ernst Bloch, Erbschaft dieser Zeit).

Mehr Informationen zu Ablauf und Anmeldung finden Sie hier.





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