05.03.2012, 17:30 Uhr

Fortschritt: Nachhaltig und gerecht?

Eine Podiumsdiskussion des Fortschrittsforums.


Die Debatte um die Frage, wie wir künftig leben und welche Maßstäbe wir dabei anlegen wollen, ist die Leitfrage des Fortschrittsforums und derzeit Gegenstand intensiver Beratungen in der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zum Thema „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“. Sie ist aber auch Gegenstand vielfältiger internationaler Debatten. Diese werden vor allem mit Blick auf die bevorstehende VN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung 2012 („Rio+20“) geführt. Der derzeitige Wachstumspfad stößt an seine „planetarischen Grenzen“. Es geht dabei um Möglichkeiten und Grenzen eines radikalen Strukturwandels zugunsten einer ressourcen- und umweltschonenden Produktionsweise, institutionelle bzw. Governance-Fragen, aber auch um neue Maßstäbe oder Ziele nachhaltiger Entwicklung, die eine Abkehr vom traditionellen Wachstumsparadigma darstellen. Einen Kern der Debatte bilden dabei auch Fragen der gerechten globalen Verteilung von Chancen und Lasten,
zwischen der Gegenwart und zukünftigen Generationen, zwischen Nord und Süd sowie zwischen Arm und Reich.

Mit Blick auf die Rio+20-Konferenz startete Ende 2010 eine Gruppe von Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen eine Initiative mit dem Ziel, herkömmliche Wohlstandsmodelle und Entwicklungsziele zu überprüfen und Vorschläge für Alternativen zu erörtern. Diese Civil Society Reflection Group on Global Development Perspectives (www.reflectiongroup.org), an der insgesamt 17 Vertreter aus 12 Ländern mitwirken, wird gemeinsam getragen von Social Watch, Third World Network, DAWN, der Dag Hammarskjöld Foundation, Global Policy Forum, terre des hommes und der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Gruppe erarbeitet derzeit ein Positionspapier, das bei der Rio+20-Konferenz vorgestellt wird. Dieses befasst sich u.a. mit den normativen Grundlagen zukunfts- und sozialgerechter Wohlstands- und Entwicklungsmodelle, deren Zielen und politischen Rahmenbedingungen, der künftigen Ausgestaltung der staatlichen Fiskalpolitik und notwendiger regulativer Ansätz sowie den Konsequenzen für die Governance-Strukturen auf nationaler und globaler Ebene.

Diskutieren Sie auf einer Podiumsdiskussion des Fortschrittsforums mit Mitgliedern der Civil Society Reflection Group, der Enquete-Kommission und des Fortschrittsforums über das Positionspapier und über die Wege und Möglichkeiten den Fortschritt für alle gerecht und nachhaltig zu organisieren.

Anmeldungen bis zum 1. März hier: fortschrittsforum@fes.de

Infos zur Diskussion und TeilnehmerInnen gibt es hier.





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